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Nachhaltigkeit

Die Natur ist der Arbeitgeber einer jeder Bergbahn und deshalb wird unsererseits alles daran gesetzt, diese so schonungsvoll wie nur möglich zu nutzen, wie sie auch zu schützen. Auf knapp 0,7 % der Fläche Graubündens, wovon  50 % unter Schutz stehen (Quelle ARE GR ) erwirtschaften die Bergbahnunternehmen Graubündens pro Jahr einen Umsatz von rund 370 Mio. Nur eine intakte Landschaft ist ein sicheres Fundament für einen Anbieter von Schneesport- und Bergerlebnissen. Es gehört infolgedessen zur Verantwortung der Bergbahnen Engadin St. Moritz AG, respektvoll mit den verfügbaren Ressourcen umzugehen und schonende Arbeitsmethoden anzuwenden. Unsere Massnahmen reichen oft weit über die Vorschriften des Gesetzgebers hinaus. Einige Beispiele:


MILESTONE Tourismuspreis Romantik Hotel Muottas Muragl

Am 15. Oktober 2011 wurde im Kultur-Casino Bern der „MILESTONE Tourismuspreis Schweiz verliehen. Seit dem Jahr 2000 würdigt die Fachzeitschrift „hotelrevue“ mit dieser Auszeichnung jährlich besonders herausragende Projekte und Persönlichkeiten in der Schweizer Tourismuslandschaft. 77 Bewerber hatten sich für die vier Kategorien beworben und die Jury nominierte daraus 20 Favoriten für den Milestone. Zu den drei nominierten Projekten in der Kategorie „Umweltpreis“ gehörte auch das Romantik Hotel Muottas Muragl, das erste Plusenergiehotel des Alpenraums. Und es blieb spannend bis zum letzten Moment. Gegen 18 Uhr verkündete die Moderatorin, Sandra Stauder, dass es in diesem Jahr in der Kategorie „Umweltpreis“ zwei Sieger gibt und die Vertreter der Bergbahnen Engadin St. Moritz AG konnten jubeln: Das Projekt „Umbau + Erweiterung Romantik Hotel Muottas Muragl“ erhielt den begehrten MILESTONE ebenso wie Engadin Scuol Samnaun mit dem Projekt „Modellregion für Nachhaltigkeit“.

Pressemitteilung, 16.11.2011



Schweizer Solarpreis für das Romantik Hotel Muottas Muragl

Am 10. Oktober wurde von der Solar Agentur Schweiz in Genf im Beisein von Bundespräsidentin Calmy-Rey der 21. Schweizer Solarpreis verliehen. Seit dem Jahr 2000 werden damit jährlich Persönlichkeiten, Institutionen, Neubauten und Bausanierungen sowie Energieanlagen ausgezeichnet. Unter den Preisträgern 2011 ist die Bergbahnen Engadin St. Moritz AG gleich zweimal vertreten: Das Romantik Hotel Muottas Muragl erhielt sowohl den begehrten Schweizer Solarpreis in der Kategorie Gebäude Sanierungen als auch die weltweit einzige Auszeichnung für Plusenergiebauten, den PlusEnergieBau Solarpreis 2011.

Als die Bergbahnen Engadin St. Moritz AG Ende 2005 beschloss, Muottas Muragl fit für die Zukunft machen, stand nicht nur die Schaffung eines aussergewöhnlichen architektonischen und betrieblichen Ensembles im Vorder-grund. Zu solch einem Projekt gehörte selbstredend auch der schonende und nachhaltige Umgang mit der Natur dazu. In fortschreitender Projektphase zeichnete sich auch dank technologischer Entwicklung das ambitiöse Ziel, das erste Plusenergie-Hotel des Alpenraums zu bauen, als immer realistischer ab – und dies auf 2'456 m ü. M.

Das über hundertjährige Berghotel Muottas Muragl zeigt, dass hochstehender Hotel-Komfort auch auf 2'456 m ü. M. im PlusEnergieBau-Bereich realisierbar ist. Besonders herausgestellt wurde von der Solar Agentur auch, dass dank der Erweiterung und Sanierung der Gesamtenergiebedarf um 64%, von 436'000 kWh/a auf 157'400 kWh/a reduziert wurde. Ebenso positiv bewertet wurde die Tatsache, dass der bisherige Jahresbedarf von ca. 40'000 Litern Heizöl und der Haushalts- und Betriebsstrom von 36'600 kWh/a jetzt zu 100% durch Solarenergie gedeckt werden sowie die CO2-Emission um 144 Tonnen pro Jahr und damit ebenfalls um 100% reduziert werden konnte.

Detaillierte Informationen zum gesamten Energieaspekt finden Sie hier:

Pressemitteilung 10.10.2011
Informationen zum Energiekonzept (Kurzversion)
Artikel im 21. Schweizer Solarpreis Magazin
Info Screen mit aktuellen Werten zur generierten Energie aus der Solaranlage
Zum Hotel geht’s hier: www.muottasmuragl.ch


Erneuerbare Energien

Thermische Solaranlage
Bereits 1987 wurde die erste thermische Solaranlage auf Marguns in Betrieb genommen. 1991 wurde beim Neubau des  Restaurants Glünetta eine weitere Anlage eingesetzt. Mit Sonnenkraft und Nutzung der Abwärme wird die ganze Restauration beheizt.


  Standseilbahn Muottas Muragl
Entlang des Bahntrasses sorgt seit 2010 auf 228 Metern die effizienteste Fotovoltaikanlage der Schweiz für die Generation der benötigten elektrischen Energie

Clean Energy St. Moritz
Mit dem Gesamt-Energie-Projekt Clean Energy St. Moritz/Engadin setzt sich weltweit erstmals eine alpine Ferien- und Sportdestination konsequent für den Einsatz erneuerbarer Energien und effiziente Energieverwendung ein: Der Verbrauch von fossilen Energien (Heizöl, Benzin und Diesel) und Strom soll gesenkt werden und durch erneuerbare, vor Ort generierte Energie wie Wasser, Sonne, Geothermie und Biomasse ersetzt werden. Das Jahr der Berge 2002, des Ökotourismus 2002 sowie die Alpinen Skiweltmeisterschaften 2003 gaben den Anstoss zu dieser Vision und initiierten die Gründung des Vereins Clean Energy St. Moritz.

Mehr Informationen unter www.clean-energy.ch

San Murezzan Windanlage (2666 m ü.M.)
Die 6,2 kW AV7 Leichtwindanlage wurde 2002 für CHF 223‘800 installiert und produziert durchschnittlich 10‘000 kWh/a.

Standseilbahn St. Moritz Dorf-Chantarella-Corviglia
Die Photovoltaik-Anlage entlang des Bahntrassees wurde 2003 für CHF 367‘000 installiert und die Namen der 76 SponsorInnen auf den Pannels verewigt. Die 180 monokristallinen Solarmodule von Shell-Siemens mit einem Wirkungsgrad von 12-15% umfassen eine installierte Leistung von 19,8 kWp. Sie produzieren durchschnittlich 19‘000 kWh/a Solarstrom.



Grosspistenmaschinen (über 4 m Breite)


 

Bereits ab 1996 bestellten die Bergbahnen Engadin St. Moritz AG sämtliche Pistenmaschinen nur noch mit biologisch abbaubaren Hydraulik-Öl. Als eine der ersten Bergbahnen überhaupt wurde beim Hersteller intensives Lobbying für den Einsatz für biologisch abbaubares Hydraulik-Öl betrieben.

1997 war die Bergbahnen Engadin St. Moritz AG das erste Skigebiet der Alpen, das schwefelarmen Winter-Diesel einsetzte. Dies obwohl daraus ein Mehrpreis von 6 Rappen pro Liter bei einem Verbrauch von ca. 200'000 Liter/Jahr (+ CHF 12'000 pa) erfolgte.

Im Jahre 2006 setzten die Bergbahnen Engadin St. Moritz AG weltweit als erster Bergbahnbetrieb überhaupt bei  Grosspistenmaschinen (über 4m Breite) Diesel-Partikelfilter ein. Dabei handelte es sich zu Beginn um ein neues Fahrzeug, welches vom ersten Einsatz an mit Partikelfilter ausgerüstet wurde und ein bestehendes Fahrzeug, bei welchem der Partikelfilter nachträglich eingebaut wurde. Heute ist praktisch die ganze, 24 Maschinen umfassenden Flotte mit einem Partikelfilter ausgerüstet. Aufgrund der momentan in Europa geltenden Abgasvorschriften für solche Motoren wäre die Ausrüstung mit geschlossenen Partikelfiltern weiterhin nicht zwingend. Eine Änderung erfolgt erst auf den 01.01.2014. Für die Bergbahnen Engadin St. Moritz AG ist dies bei der Anschaffung von neuen Maschinen jedoch selbstverständlich. Rund 500·000 l Diesel werden so auf „saubere“ Weise verbrannt.

Bericht BAFU, Bern



Öffentlicher Verkehr bei Mehrtagesabonnementen inbegriffen

Die Bergbahnen Engadin St. Moritz AG hat schon früh die Wichtigkeit einer optimalen Verkehrsleitung erkannt und war vor über 20 Jahren eine der Hauptinitiatorinnen für den damaligen Sportbus im Tal. Aus heutiger Sicht hat die damals wegweisende Entscheidung, die Gäste vom Individual- auf den Öffentlichen Verkehr zu bringen, nicht unwesentlich dazu beigetragen, den CO2 Ausstoss im Engadin zu minimieren. Eine Bewertung vom VCS untermauert die Pionierrolle der Bergbahnen Engadin St. Moritz AG, was die Förderung des Gebrauchs der Öffentlichen Verkehrsmittel anbelangt. In der Bewertung liegt Engadin St. Moritz auf dem 3. Platz. Untersucht wurde die Erreichbarkeit mit dem ÖV, das Mobilitätsangebot vor Ort und die Qualität der Information für autofreie Touristen.


  Auch heute ist im Mehrtagesabonnement der Bergbahnen der Öffentliche Verkehr inkludiert. Damit wird bei den Gästen der Anreiz geschaffen, den öffentlichen Verkehr verstärkt zu nutzen.

PDF Broschüre VCS Rating



Rekultivierung

Schon früh war man sich der Wichtigkeit bewusst, schonend und artgerecht mit der Natur umzugehen. Seit 1999 setzt die Bergbahnen Engadin St. Moritz AG auf ökologische Baubegleitung. Damals war diese noch nicht zwingend und dennoch legte man grossen Wert auf eine ökologische Baubegleitung. Mittlerweile ist eine solche gängiger Standard.

Ein sehr gutes Beispiel dazu ist die Alpine Ski WM 2003. Von den Eingriffen der WM 2003 sieht man heute weniger als von jenen der WM 1974. Nach Bauarbeiten steht die Rekultivierung im Vordergrund. Die Begrünung der Flächen wird über Jahre begleitet und sicher gestellt. Eingriffe in die Natur werden kompensiert, in dem Bausünden von einst entfernt, alte Anlagen oder Gebäude abgebrochen oder verbaute Landschaften und Fliessgewässer renaturiert werden.



Beschneiung, Engergie- und Wasserverbrauch

Dank den heutigen Beschneiungsmöglichkeiten ist man im Stande, bis zum Start der Hochsaison ein Grossteil der Pisten in Betrieb zu nehmen. Dadurch kann im Vergleich zu früher, die darunterliegende Flora und Fauna geschützt werden.


  Energieverbrauch im Gesamtkontext betrachtet: Das Einschneien eines grossen Skigebietes mit rund 550‘000 kWh Strom liegt in der Grössenordnung einer offenen Kunsteisbahn in Zürich (rund 800‘000 kWh/a) oder eines Hallenbades in den Bergen (820‘000 kWh/a).
(Quelle: UVEK, Energetische Bedeutung der techn. Pistenbeschneiung und Potenziale für Energieoptimierungen)

Wir sind weltweit das erste Unternehmen, welches Biokompressoröl für die Schneeanlagen verwendet.

Der mechanisch erzeugte Schnee besteht nur aus Wasser und Luft. Die Bergbahnen Engadin St. Moritz AG verwenden keine Zusätze zur Kristallisationsförderung. Direkt wird kein Wasser verbraucht. Das Wasser wird lediglich in einen anderen Aggregatszustand umgewandelt. Im Frühling verwandelt sich der Schnee durch die Schneeschmelze wieder zu Wasser.

Schlussbericht zu Beschneiungsanlagen vom Bundesamt für Energie BFE



Biologische Kläranlagen

Die Bergbahnen Engadin St. Moritz AG betreiben seit über 30 Jahren zwei biologische Kläranlagen. Die grösste Schwierigkeit liegt dabei in der Höhenlage der beiden Anlagen. Eine Kläranlage auf 3000 m.ü.M. zu betreiben, stellt eine echte Herausforderung dar.




Dies stellt nur einen Auszug unserer Anstrengungen dar.